richtig lüften


Der Mindestsauerstoffbedarf für Menschen beträgt ca. 1,8 m3/h und Person. Für die Abführung der Schad- und Geruchsstoffe beträgt der hygienisch notwendige Frischluftbedarf 10 bis 25 m3/h und Person.

Der für die Feuchtigkeitsabfuhr erforderliche Zuluftbedarf ist abhängig von der Menge der entstehenden Feuchtigkeit, dem Innenklima, dem Außenklima und der Raumgröße.

 

In Wohn- und Arbeitsräumen wird von den Nutzern Wasserdampf produziert. Der anfallende Wasserdampf stammt aus der Atemluft der anwesenden Personen, Verdunstung des Gießwassers bei Pflanzen, durch Baden, Duschen, beim Kochen und dergleichen.

 

Wieviel Wasserdampf anfallen kann, zeigt die folgende Aufstellung.

  • Atemluft: täglich 1–2 Liter Wasser
  • Baden, Waschen, Wäsche, Blumengießen: täglich bis zu 3 Liter Wasser im 3-Personenhaushalt
  • Kochen: täglich bis zu 2 Liter Wasser im 3-Personenhaushalt
  • Die Feuchtigkeit steigt noch weiter an, wenn in der Wohnung Wäsche getrocknet wird

 

Bei einem 3-Personenhaushalt ergeben sich also pro Monat ca. 180 Liter, das entspricht mehr als einer Badewanne voll Wasser. Bei ungenügender Feuchteabfuhr durch Lüften steigt der Feuchtegehalt der Raumluft an, was wiederum zur Kondensatbildung und damit verbunden zur Schimmelpilzbildung führen kann.

 

Lüften, aber richtig!

Internorm-Fenster weisen eine sehr gute Wärmedämmung und hohe Dichtheit auf. Das vermeidet lästige Zugluft, spart Heizenergie und hält störenden Lärm ab. Das bedingt aber auch bewussteres Lüften.

Der richtigen Lüftung kommt entscheidende Bedeutung zu. Sie dient der ständigen Sauerstoffzufuhr für die Atemluft und dem Abtransport von Verunreinigungen, die sich bei ungenügender Lüftung in der Raumluft ansammeln. Darüber hinaus vermeiden Sie mit richtiger Lüftung die Kondensatbildung und damit auch die Gefahr von Schimmelpilzbildung.

 

Welche Lüftungsarten gibt es?

  • Selbstlüftung: „Lüftung“ bei geschlossenen Fenstern und Türen durch Undichtheit der Gebäudehülle.
  • Dauerlüftung: Ständig leicht geöffnetes Fenster durch Spaltlüftung oder mittels Kippbeschlägen.
  • Stoßlüftung: Lüftung durch geöffnete, gegenüberliegende Fenster.

 

Es empfiehlt sich, mehrmals am Tag eine 5-minütige Stoßlüftung durchzuführen. Diese ist am wirksamsten, wenn eine Querlüftung der Räume über gegenüberliegende geöffnete Fenster erreicht wird.

Diese mehrmals am Tag durchgeführte Stoßlüftung bringt den gewünschten Luftaustausch und damit die Feuchtigkeitsabfuhr, beeinträchtigt jedoch nicht die Behaglichkeit. Die Raumlufttemperatur sinkt zwar für einige Minuten ab, die „Wärmespeicher“ Wand, Decke und Boden kühlen in dieser Zeit jedoch nur minimal ab. Die frische Luft erwärmt sich wieder sehr rasch, der Energieverlust ist minimal.

 

Was muss ich beachten:

Der Luftaustausch über die Fugen geschlossener Fenster ist für eine ausreichende Feuchtigkeitsabfuhr und den hygienisch notwendigen Zuluftbedarf nicht ausreichend.

 

Je nach Nutzung und Menge der produzierten Feuchtigkeit ist es sinnvoll, den notwendigen Luftwechsel durch Dauerlüftung oder durch Stoßlüftung sicherzustellen.

 

Ein Feuchtigkeitstransport innerhalb der Wohnung in kältere Räume sollte weitgehend vermieden werden. Ist dies nicht möglich, sollte bei der Lüftung darauf Rücksicht genommen werden.

 

In Räumen mit offenen Feuerstellen (Durchlauferhitzer, offener Kamin, Ölofen, Gasherd etc.) muss eine dauernde Luftzufuhr gewährleistet sein.

 

Baufeuchtigkeit führt zu einer verstärkten Belastung der Fensterprofile. Um Oberflächenschäden oder ein Aufquellen der Holzprofi le zu vermeiden, achten Sie auf eine ausreichende Lüftung!

 

Bei extremen Beanspruchungen wie sie z.B. bei Feuchträumen, Hallenbädern oder bei Räumen mit chemischen Belastungen entstehen, können dafür ausgelegte Heizund Belüftungssysteme erforderlich sein.